technische intelligenz

was ist das schon, „künstliche intelligenz“? es ist der versuch, menschenähnliches verhalten nachzubilden. ist das nicht ein wenig kläglich?

während die imitation von menschlicher (text-)sprache recht schnell einige menschen täuschen kann (bestimmt kennen manche das programm ELIZA), ist die komplexität des menschlichen verhaltens derart gigantisch, dass der so oft benutzte ansatz der anwendung von regelbasierenden systemen von vornerein zum scheitern verurteilt ist. auch ansätze, die der nachbildung menschlicher neuronen und damit hirnfunktionalität dienen, sind aufgrund der hohen komplexität kaum brauchbar. davon abgesehen: warum wollen wir die intelligenz nur dem menschen zusprechen? vielleicht gehen wir ja den falschen weg oder schauen zumindest in die falsche richtung. während wir versuchen, menschliches verhalten zu imitieren um intelligenz nachzubilden, müssten wir vielleicht nur einmal unsere augen weit öffnen und erkennen, dass es auch andere wege geben könnte.

auch wenn das jetzt so klingen mag: nein, ich habe keinen grandiosen ansatz dazu. noch nicht? vielleicht. was ich jedoch sagen will, ist dass die künstliche intelligenz wie wir sie heute haben vielleicht ein ein wenig eingeschränktes sichtfeld hat. vielleicht können wir viel mehr erreichen wenn wir alle erdenklichen möglichkeiten in betracht ziehen, anstatt uns durch das nachbilden-wollen von vornerein einzuschränken. deshalb gefällt mir der begriff „künstliche intelligenz“ auch nicht so gut. für das forschungsgebiet auf dem ich einmal arbeiten möchte bevorzuge ich den ausdruck

technische intelligenz.

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