monatsarchiv für Oktober 2009

unter strom

Sonntag, den 18. Oktober 2009

es ist immer dasselbe. ich habe zwanzig gehminuten vor mir, an einem ort, den ich nicht kenne; durch ein gebiet, in dem ich noch nie war. das wetter ist zweifelhaft. es zweifelt, ob es schlechter oder besser werden soll und kann sich nicht entscheiden. gerade als meine s-bahn bei der haltestelle „favoritepark“ zum stehen kommt, fängt es an zu regnen. ich mache mich auf den weg, damit hatte ich irgendwie gerechnet. mit dem regenschirm in der hand gehe ich los und hoffe den weg zu finden, den ich mir davor bei google earth einzuprägen versucht hatte. gar nicht so leicht, deshalb verlaufe ich mich natürlich. meine füße werden nass, ich habe noch immer keine regenfesten schuhe. etwas entmutigt gehe ich weiter meines weges und gelange zu einer kreuzung, von der drei wege abgehen, deren richtung passen könnte; doch sicher war ich mir nicht. deshalb wählte ich die mitte.

irgendwie schien der tag sich gegen mich verschworen zu haben. doch während ich mir meinen weg auf den verregneten feldwegen suchte, kam ich an einem betriebsgelände der rwe vorbei und stellte etwas (für mich) erstaunliches fest: dass leichter regen auf hochspannungsanlagen interessante geräusche macht. ich war so fasziniert, dass ich sogar meinen regenschirm wegpackte um diesen geräuschen zu lauschen. ist es nicht faszinierend, wie sich die eigene aufmerksamkeit so von etwas neuem einfangen lässt, wobei mein eigentlich schon genug probleme hat?

rosen-see

Freitag, den 16. Oktober 2009

seerose