randnotiz (1)

ein spontaner einfall am rande: wie wäre es denn mit negativen subventionen? anstatt eine produktgruppe durch subventionen billiger zu machen und damit den absatz zu fördern könnte man doch in ähnlicher weise die konkurrenzprodukte mit einer zusätzlichen steuer belegen. denn wenn man schon marktverzerrende maßnahmen ergreifen muss, kann man das doch eigentlich auch diese richtung tun. die vorteile liegen klar auf der hand: preisdumping wird entgegengewirkt und die maßnahmen bringen dem staat geld, anstatt ihn welches zu kosten. ein kleiner beitrag zur sanierung des staatshaushaltes, der dann wiederum allen zugute kommt (durch höhere sozialausgaben, bedingungsloses grundeinkommen, u.ä.).

ein kleines beispiel: anstatt bioprodukte artifiziell zu verbilligen könnte man nicht-bio-produkte mit einer zusätzlichen steuer in der gleichen höhe belegen. der preisabstand bliebe dabei derselbe, die anreize zur produktion von bio-produkten würden zusätzlich steigen und diese maßnahmen würden dem staat geld bringen, was man wiederum per grundeinkommen dazu einsetzen könnte, die soziale gerechtigkeit dieser maßnahme zu erhalten.

bei der ökosteuer wurde diesbezüglich sogar schon ein kleiner vorstoß gemacht – jetzt gilt es, dieses vorgehen konsequent durchzusetzen. was spräche – von lobbyismus abgesehen – dagegen?

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