monatsarchiv für Oktober 2010

zweiundvierzig

Sonntag, den 10. Oktober 2010

einen schönen 101010-tag wünsche ich euch allen!

und nun für alle nicht-nerds: 101010 ist die binäre repräsentation der zahl 42, die die vielgesuchte antwort auf die frage „nach dem leben, dem universum und dem ganzen rest“ aus Douglas Adams‘ „per anhalter durch die galaxis“ darstellt.

demonstrationen

Freitag, den 1. Oktober 2010

viele links und informationen zu den s21-demonstrationen hat fefe zusammengetragen:
hier, hier und hier.

außer blankem entsetzen fällt mir dazu nur ein zitat der ärzte ein:

geh mal wieder auf die straße, geh mal wieder demonstrieren
denn wer nicht mehr versucht zu kämpfen – kann nur verlieren
die dich verarschen, die hast du selbst gewählt
darum lass sie deine stimme hörn, weil jede stimme zählt

die ärzte – deine schuld

langsam sollte man nicht nur als s21-gegner sondern auch als verfechter der demokratie auf die straße gehen – vor allem wenn unsere bundeskanzlerin verlauten lässt

Man könne in Europa nicht zusammenarbeiten, wenn die Politik danach ausgerichtet werde, „wie viele Menschen gerade auf der Straße stehen“.

quelle: www.derwesten.de

sind es nicht die menschen da draußen, um die es hier geht? oder ist es die lobby? seit wann sind volksvertreter dazu da, das volk zu treten?

stuttgart20?

Freitag, den 1. Oktober 2010

langsam wird es absurd: die polizei, dein freund und helfer? mit schlagstöcken, tränengas und wasserwerfern? es scheint, als müsse man sich der einschüchterungstaktiken bedienen, um die stuttgarter bürger vom demonstrieren abzuhalten. das klingt für mich nicht nach 21. jahrhundert, sondern eher nach ddr-diktatur. die haben wir aber – zum glück – im 20. jahrhundert gelassen.

dass das volk in dieser sache nichts zu sagen hat ist klar, denn schließlich geht es um lobbyismus und machtmissbrauch, wie man diesem bericht von frontal21 (zdf) entnehmen kann.

das ist zum heulen, auch ohne tränengas.

düsseldorf

Freitag, den 1. Oktober 2010

ich war ja neulich in düsseldorf, zum bewerbertag von vdi elevate. und ich muss sagen: der bahnhof düsseldorf war ein einziges chaos.

angefangen hatte es damit, dass ich dem fahrkartenautomaten erst einmal nicht entlocken konnte, was die fahrt zum flughafen kostet. die zielauswahl streikte (bug?), bei den fahrkarten konnte man nur die preisstufe anwählen (feature?), allerdings erfuhr man nirgends, in welcher preisstufe der flughafen sitzt. papier-netzpläne sind ja so 20. jahrhundert, das braucht niemand mehr. da ich weder ein iphone noch einen androiden besitze und die informationsschalter maßlos überlastet waren, musste ich mir selbst helfen: mit ein paar tricks konnte ich dem automaten dann doch den preis entlocken.

auf den gleisen war das chaos nicht geringer. zunächst fiel mir auf, dass in düsseldorf so ziemlich alles „s-bahn“ heißen kann: normale s-bahnen (aus Köln), kleine diesel-bähnchen, normale züge. meine s-bahn (von der anfahrtsbeschreibung des vdi) gab es inzwischen gar nicht mehr, sie wurde umbenannt. nachdem ich herausgefunden hatte, mit welcher bahn ich fahren musste, stellte ich fest: die nächste planmäßige abfahrt fiel aus. außerdem hatten, anhand der durchsagen geschätzt, 90% aller züge mindestens 5 minuten verspätung, so auch die spätere s-bahn.

zum glück hatte ich viel zeit eingeplant, denn ich war genau pünktlich am zielort…