monatsarchiv für November 2011

lustiges zahlenwürfeln

Dienstag, den 22. November 2011

da mich an der S21-diskussion die vielen zusammenhangslos in den raum geworfenen zahlen stören, möchte ich ein paar zahlen vorstellen. vor allem in anbetracht der bevorstehenden abstimmung könnten sie interessant sein.

ganz vorne mit dabei: die ausstiegskosten. auf den allgegenwärtigen wahlplakaten werden die ausstiegskosten mit 1,5 milliarden euro beziffert. das sind die zahlen der S21-befürworter.

besonders schön: die schätzungen der gesamtkosten der CDU, welche sich auf bis zu 6,5 milliarden euro belaufen. das sind die zahlen, die sie der SPD vorenthalten haben, damit diese keinen rückzieher machen. wohlgemerkt: zahlen von den befürwortern, nicht von den gegnern.

fragwürdig: der erwartete nutzen. die S21-befürworter haben mit dem stresstest behauptet, dass sich 30% leistungssteigerung durchsetzen lassen. da auch K21 die leistung steigern wird (nehmen wir mal an: 15%), möchte ich auch die nebeneffekte von S21 mit 20% berücksichtigen. damit ergäbe sich ein vorteil von 50% gegenüber dem bestehenden bahnhof. ob das je erreicht wird, ist fraglich.

geschätzt: die K21-befürworter geben die baukosten dafür mit „etwa die hälfte von S21“ an. Das wären also 3,25 milliarden euro. Wenn man bedenkt, dass nur ein drittel der tunnel gebaut werden muss und der bahnhof bleibt, sollte das ok sein. dazu kommen noch die ausstiegskosten von den beworbenen 1,5 milliarden euro, was in summe 4,75 milliarden macht.

was würde ein rationaler, nutzenbasierter ki-agent damit machen? ich glaube er würde folgende rechnung anstellen:

erwarteter nutzen:  (S21: 1,5), (K21: 1,15)

gesamte kosten: (S21: 6,5), (K21: 4,75)

kosten/nutzen: (S21: 4,33), (K21: 4,13)

somit ist das verhältnis bei K21 niedriger, das bedeutet also, dass der ki-agent K21 befürworten würde.

was ich damit sagen möchte: all diese zahlen sind für sich allein nichts wert. man sollte sich von horrenden erfundenen zahlen nicht verschrecken lassen. denn sowohl die herkunft dieser zahlen als auch deren aussagekraft ist fragwürdig, wie sich mit ein bisschen rechnerei zeigen lässt. sogar die vom wahlkampf geprägten 1,5 milliarden euro ausstiegskosten sind nicht weiter schlimm, wenn man den von den befürwortern geschätzten gesamtpreis betrachtet.

lernen lernen

Freitag, den 18. November 2011

„stell‘ dir vor, du spielst ein neues spiel, dessen regeln du nicht kennst. nach 100 zügen sagt dein gegner: ‚du hast verloren.‘  — das ist bestärkendes lernen im kleinformat.“

frei nach „künstliche intelligenz – ein moderner ansatz“ von Stuart Russel und Peter Norvig

genau das ist das, was ich hier mache: bestärkendes lernen. wie das tatsächlich funktioniert, muss ich aber auch erst einmal lernen.

erwartungswerte

Dienstag, den 8. November 2011

wie zu erwarten war, sieht es während meiner diplomarbeit ein bisschen mau aus, was beiträge angeht. aber da ich heute noch sieben minuten zeit habe, kann ich kurz zusammenfassen, was ich mache: nein, ich mache nichts mit medien (wie alle anderen), sondern ich mache was mit bildverarbeitung. daher auch das photo vom letzten mal: das war das erste bild, welches ich mit „meiner“ kamera aufgenommen habe.

heute ein weiteres bild, nämlich das erste, welches ich mit und von matlab gemacht habe